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SPEZIFIKATIONSENTWURF: Optimierung des Voice Interface

Datum: 2026-02-11 16:34 GMT+1
Autor: SpecForge AI Skill
Version: 1.0


1. Einleitung

Ziel dieses Dokuments ist es, ein detailliertes Pflichtenheft zur Optimierung des bestehenden Voice Interface zu erstellen. Der Fokus liegt dabei auf der Automatisierung des Audio-Recording-Stops nach Nutzereingabe und der Gewährleistung, dass stets genau eine Antwort generiert wird. Die Spezifikation gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1: Gap Analysis
  • Phase 2: Architektur-Blueprint
  • Phase 3: Production-Ready Spec

2. Phase 1: Gap Analysis

Analyse der aktuellen Implementierung, Identifikation von Schwachstellen und Verbesserungspotenzialen.

2.1 Recording-Stop-Trigger

Status Quo Schwachstellen Verbesserungsbedarf
Manuelles Stoppen per Klick oder Timeout Unzuverlässige Erkennung des Eingabeendes, Overruns oder vorzeitiges Abschneiden Automatische Stop-Trigger auf Grundlage von SpeechDetection oder Silence-Detection implementieren

Schlüsselprobleme:

  1. Timeout-Abhängigkeit führt zu unnötiger Wartezeit, wenn Pause länger als konfiguriert.
  2. Sprachverlust bei abruptem Cut-off, wenn Silence-Algorithmus zu aggressiv eingestellt ist.
  3. Fehlende Feedback-Schleife für Nutzer, was gerade erkannt wird (Audio aktiv / beendet).

2.2 Ein-Antwort-Output

Aktuell können mehrere Antworten oder Teilantworten generiert werden.

Status Quo Schwachstellen Verbesserungsbedarf
Streaming-Output oder mehrteilige Antworten Antwortfragmentierung, Unsicherheit beim Nutzer, welches Ende der Antwort darstellt Antwort-Pipeline auf Single-Burst-Mode umstellen: komplette Antwort erst nach Generierung liefern

Schlüsselprobleme:

  1. Fragmentierte Auslieferung führt zu schlechter UX.
  2. Ressourcenverbrauch durch unnötiges Offenhalten der Kanalverbindung.
  3. Fehlende Konsistenz zwischen verschiedenen Plattformen.

2.3 UX-Flow

Der Nutzerfluss ist nicht durchgängig klar und intuitiv.

  • Onboarding: Keine konsistente Visualisierung des Aufnahmezustands.
  • Error-Handling: Fehlermeldungen bei Störungen der Aufnahme sind technisch, nicht benutzerfreundlich.
  • Session Management: Keine klare Trennung von Anfragen und Antworten bei aufeinanderfolgenden Voice-Interaktionen.

Empfohlene Maßnahmen:

  • Einheitliche UI-Indikatoren (LED, Spinner, Mikro-Symbol mit Statuswechsel).
  • Dialogbasierte Fehlermeldungen und Retry-Mechanismen.
  • Session-Tokens oder Gesprächs-IDs für sauberen Kontextwechsel.

3. Phase 2: Architektur-Blueprint

Vorschlag für eine modulare, skalierbare Architektur mit Fokus auf Recording-Stop und Single-Response.

3.1 Framework- und Bibliotheksoptionen

Modul Option A Option B Bewertung
Audio-Capture Web Audio API (AudioWorklet, ScriptProcessor) Recorder.js / MediaRecorder API Web Audio API für feinkörnige Analyse, MediaRecorder für einfache Integration
Speech-to-Text Web Speech API (SpeechRecognition) Third-Party (Google, Azure) Web Speech API schnell prototypbar, Third-Party robuster/Sprachmodelle multisprachig
Silence-Detection Meyda, DSP-Lib Eigenentwicklung (AudioContext Analyse) Meyda für schnelle Signalverarbeitung, Eigenentwicklung für vollständige Kontrolle

3.2 Event-Handling und State Management

  • State Machine (z.B. XState) für definierte Zustände: idlelisteningprocessingrespondingidle
  • Event Bus (z.B. RxJS, EventEmitter) zum Entkoppeln der UI-Komponenten von der Audio-Engine
  • Middleware zur Logging/Auditing aller State-Transitions und Errors

3.3 Architekturdiagramm (Skizze)

+-------------+      +----------------+      +---------------+
|   UI/UX     | <--> | Controller/API | <--> | Audio Engine  |
+-------------+      +----------------+      +---------------+
                                          |-- SilenceDetector
                                          |-- SpeechRecognizer
                                          |-- StopTriggerModule

4. Phase 3: Production-Ready Spec

Konkrete Anforderungen, Akzeptanzkriterien, API-Spezifikation, Fehlerbehandlung, Tests und Performance.

4.1 Fachliche Anforderungen

  1. Auto-Stop: Aufnahme endet automatisch spätestens 300 ms nach Sprachende.
  2. Single-Response: Immer genau eine Antwort-Message pro Anfrage.
  3. Timeout-Fallback: Max-Aufnahmedauer: 30s, danach Abbruch mit erklärender Fehlermeldung.
  4. Multiplattform: Unterstützung Web (Browser) und Mobile (React Native / Cordova).

4.2 Akzeptanzkriterien

Kriterium Test Erfolgsbedingung
Auto-Stop nach Sprachende Nutzer spricht Testphrase, endet, System stoppt <500ms Pass, wenn Stop <500ms nach letztem Audio-Peak
Single-Response Simulierter Stream, System liefert einmalige JSON-Antwort Pass, wenn only one top-level response object
Fehlermeldung bei Timeout Kein Input >30s Pass, wenn UI zeigt Timeout-Error und Retry anbietet

4.3 API-Spezifikation

Endpoint: POST /api/voice/recognize

Request-Header:

Content-Type: multipart/form-data
X-Session-Token: <string>

Request-Body:

  • audio: WAV/OGG Blob
  • language: ISO-639-1 (default: de)

Response (200 OK):

{
  "sessionId": "<string>",
  "transcript": "Erkannte Textausgabe",
  "intent": { /* optional NLP-Result */ }
}

Fehlercodes:

  • 400: Ungültiges Audioformat
  • 408: Client Timeout (Recording >30s)
  • 500: Server Error / ASR-Ausfall

4.4 Fehlerbehandlung

  • Clientseitig: Validierung vor Upload (Format, Grösse), visuelles Feedback bei Fehlern.
  • Serverseitig: Retry-Mechanismus für temporäre ASR-Ausfälle, Circuit-Breaker nach 3 Fehlversuchen.
  • Logging: Vollständiges Error-Logging (Zeitstempel, SessionID, Stacktraces)

4.5 Testfälle

  1. Functional Tests:
    • Aufnahme-Stopp nach Sprachende
    • Antwort enthält kein Partial-Chunking
    • Fehlermeldung bei No-Speech
  2. Integration Tests:
    • End-to-End mit Browser-UI & Mock-API
    • Belastungstest mit 100 gleichzeitigen Sessions
  3. Usability Tests:
    • Nutzerstudie: Wahrnehmung der Reaktionszeit und UX-Cues

4.6 Performance-Vorgaben

Kennzahl Zielwert
Latenz (Stopp bis Erstantwort) < 1s
ASR-Fehlerquote < 5 %
CPU-Last (Client) < 10 % (Desktop), < 15 % (Mobile)
Memory-Footprint (Client) < 50 MB

Ende des Spezifikationsentwurfs