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<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
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<title>FAQ – Svensson-Zinsstrukturkurve & Basiszinssatz</title>
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/* Sicherstellen, dass der Glossar-Inhalt vertikal gestapelt wird */
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</head>
<body>
<div class="page">
<aside class="sidebar">
<h1 class="logo">Kurs</h1>
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</div>
</aside>
<main class="content">
<h1>Glossar – Kapitel 7: Fortgeschrittene Fragen der Unternehmensbewertung</h1>
<!-- Glossar-Inhalt in einem eigenen Container -->
<div class="glossar-content">
<h2>A</h2>
<dl>
<dt>Äquivalenzprinzip</dt>
<dd>Grundsatz bei der Basiszinssatz-Ermittlung, der fordert, dass die Investitionsalternative in Bezug auf Risiko, Laufzeit und Währung äquivalent zur bewerteten Investition sein muss.</dd>
</dl>
<h2>B</h2>
<dl>
<dt>Basiszinssatz</dt>
<dd>Teil der Opportunitätskosten der Investoren; risikoloser Zinssatz, der als Grundlage für die Diskontierung von Zahlungsströmen in der Unternehmensbewertung dient.</dd>
<dt>Bondkurve</dt>
<dd>Grafische Darstellung der Zinsstruktur, die durch das Bootstrapping-Verfahren aus Staatsanleihenrenditen ermittelt wird und den Zusammenhang zwischen Laufzeit und Spot-Zinssätzen zeigt.</dd>
<dt>Bootstrapping-Verfahren</dt>
<dd>Methode zur Umrechnung von Anleiherenditen in Nullkuponrenditen durch schrittweise Ermittlung von Spot-Zinssätzen, beginnend bei kurzen Laufzeiten.</dd>
<dt>Bundesanleihen</dt>
<dd>Deutsche Staatsanleihen, die über die Börse gehandelt werden und als Grundlage für die Ermittlung risikoloser Zinssätze dienen.</dd>
</dl>
<h2>D</h2>
<dl>
<dt>Deutsche Bundesbank</dt>
<dd>Zentralbank Deutschlands, die täglich die Parameter des Svensson-Modells für die Zinsstrukturkurve veröffentlicht und in ihrer Kapitalmarktstatistik verwendet.</dd>
<dt>Diskrete Zinssätze</dt>
<dd>Zinssätze, die periodisch verzinst werden, im Gegensatz zu stetigen (kontinuierlich verzinsten) Zinssätzen.</dd>
</dl>
<h2>E</h2>
<dl>
<dt>EURIBOR</dt>
<dd>Euro Interbank Offered Rate; Referenzzinssatz für unbesicherte Ausleihungen zwischen europäischen Banken, häufig als Basis für variable Verzinsung in Zinsswaps verwendet.</dd>
</dl>
<h2>F</h2>
<dl>
<dt>Forward-Zinssatz</dt>
<dd>Zukünftiger Zinssatz, der heute für eine in der Zukunft beginnende Anlageperiode vereinbart wird. Er steht in mathematischem Zusammenhang mit den Spot-Zinssätzen.</dd>
</dl>
<h2>G</h2>
<dl>
<dt>Government Curve / Sovereign Curve</dt>
<dd>Zinsstrukturkurve basierend auf Staatsanleihenrenditen, auch als Staatsanleihenkurve bezeichnet.</dd>
</dl>
<h2>I</h2>
<dl>
<dt>IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer)</dt>
<dd>Deutsches Berufsinstitut, das Standards für Unternehmensbewertungen entwickelt und Empfehlungen zur Basiszinssatz-Ermittlung gibt.</dd>
<dt>Interner Zinsfuß</dt>
<dd>Zinssatz, bei dem der Kapitalwert einer Investition null wird; entspricht der Rendite einer Anleihe bei aktuellem Marktkurs.</dd>
<dt>Inverse Zinsstruktur</dt>
<dd>Zinsstrukturkurve mit fallenden Zinssätzen bei steigender Laufzeit, im Gegensatz zur normalen, steigenden Zinsstruktur.</dd>
</dl>
<h2>K</h2>
<dl>
<dt>Kontrahentenrisiko</dt>
<dd>Risiko des Verlusts eines positiven Marktwerts bei Ausfall des Vertragspartners, insbesondere bei derivativen Finanzinstrumenten wie Zinsswaps.</dd>
<dt>Kreditausfallrisiko</dt>
<dd>Risiko des vollständigen oder teilweisen Verlusts des investierten Kapitals durch Zahlungsunfähigkeit des Schuldners.</dd>
<dt>Kuponzahlungen</dt>
<dd>Regelmäßige Zinszahlungen von festverzinslichen Wertpapieren während der Laufzeit.</dd>
</dl>
<h2>L</h2>
<dl>
<dt>Laufzeitäquivalenz</dt>
<dd>Forderung des Äquivalenzprinzips, dass die Investitionsalternative dieselbe Laufzeit wie die bewertete Investition haben sollte.</dd>
</dl>
<h2>M</h2>
<dl>
<dt>Methode der kleinsten Quadrate</dt>
<dd>Regressionsverfahren zur Anpassung mathematischer Funktionen an Datenpunkte durch Minimierung der quadrierten Abweichungen.</dd>
</dl>
<h2>N</h2>
<dl>
<dt>Nelson/Siegel-Modell</dt>
<dd>Mathematisches Modell zur Anpassung der Zinsstrukturkurve mit drei Parametern (β₀, β₁, β₂) und einem Laufzeitparameter (τ₁).</dd>
<dt>Nullkuponanleihe</dt>
<dd>Anleihe ohne Kuponzahlungen während der Laufzeit; wird unter dem Nennwert erworben und zum Nennwert zurückgezahlt.</dd>
</dl>
<h2>O</h2>
<dl>
<dt>Opportunitätskosten</dt>
<dd>Der entgangene Nutzen der besten nicht gewählten Alternative; der Basiszinssatz ist Teil der Opportunitätskosten der Investoren.</dd>
</dl>
<h2>R</h2>
<dl>
<dt>Regula Falsi / Sekantenverfahren</dt>
<dd>Numerisches Näherungsverfahren zur Bestimmung des internen Zinsfußes bzw. zur Lösung von Gleichungen höheren Grades.</dd>
<dt>Renditestruktur</dt>
<dd>Erste Abschätzung der Zinsstruktur durch Gegenüberstellung von Laufzeit und Rendite aller am Markt gehandelten Staatsanleihen.</dd>
<dt>Risikoäquivalenz</dt>
<dd>Forderung, dass die Investitionsalternative das gleiche Risikoprofil wie die bewertete Investition aufweisen sollte.</dd>
<dt>Risikoaufschlag</dt>
<dd>Zusätzliche Rendite, die Investoren für die Übernahme von Risiken verlangen; bei Staatsanleihen von Hochrisikoländern enthalten.</dd>
</dl>
<h2>S</h2>
<dl>
<dt>Spot-Zinssatz</dt>
<dd>Zinssatz für eine heute beginnende Anlage einer bestimmten Laufzeit; Grundlage der Zinsstrukturkurve.</dd>
<dt>Staatsanleihen</dt>
<dd>Von Staaten begebene Schuldverschreibungen, die traditionell als risikoarme oder risikolose Anlagen gelten.</dd>
<dt>Stetige Zinssätze</dt>
<dd>Zinssätze mit kontinuierlicher Verzinsung im Gegensatz zu diskreten (periodisch verzinsten) Zinssätzen.</dd>
<dt>Stückzinsen</dt>
<dd>Anteilige Zinsen für den Zeitraum zwischen dem letzten Zinstermin und dem Kaufzeitpunkt einer Anleihe.</dd>
<dt>Svensson-Modell</dt>
<dd>Erweiterung des Nelson/Siegel-Modells um einen vierten Parameter (β₃) und einen zweiten Laufzeitparameter (τ₂) zur besseren Anpassung an s-förmige Zinsstrukturverläufe.</dd>
<dt>Swap-Kurve</dt>
<dd>Zinsstrukturkurve basierend auf den impliziten Renditen von Zinsswapgeschäften; liegt aufgrund des Kontrahentenrisikos über der Government Curve.</dd>
</dl>
<h2>Z</h2>
<dl>
<dt>Zero Curve</dt>
<dd>Zinsstrukturkurve basierend ausschließlich auf Nullkuponanleihen; liefert "reine" Spot-Zinssätze ohne Verzerrung durch Kuponzahlungen.</dd>
<dt>Zinsstrukturkurve</dt>
<dd>Grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen Zinssätzen und Laufzeiten; zentrale Grundlage für die Diskontierung in der Unternehmensbewertung.</dd>
<dt>Zinsswap</dt>
<dd>Derivatives Finanzinstrument zum Austausch von Fest- gegen variable Zinszahlungen zwischen zwei Parteien ohne Austausch des Nennbetrags.</dd>
</dl>
<h2>Wichtige Formeln</h2>
<dl>
<dt>Rendite von Bundesanleihen</dt>
<dd class="formula">Nennwert × Kurs + Stückzinsen = Σ(Kupon_t + Rückzahlung_t)/(1+r)^t</dd>
<dt>Nelson/Siegel-Modell</dt>
<dd class="formula">r(T) = β₀ + β₁[(1-e^(-T/τ₁))/(T/τ₁)] + β₂[(1-e^(-T/τ₁))/(T/τ₁) - e^(-T/τ₁)]</dd>
<dt>Svensson-Modell</dt>
<dd class="formula">r(T) = β₀ + β₁[(1-e^(-T/τ₁))/(T/τ₁)] + β₂[(1-e^(-T/τ₁))/(T/τ₁) - e^(-T/τ₁)] + β₃[(1-e^(-T/τ₂))/(T/τ₂) - e^(-T/τ₂)]</dd>
</dl>
</div>
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</div>
</body>
</html>